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Klare Option für Kinder und Jugendliche 03.11.2009
KIRCHÄHR / LIMBURG. Das „Karlsheim“ in Kirchähr (Westerwaldkreis) wird generalsaniert. In den kommenden zehn Monaten wird das Bistum Limburg etwa 3,85 Millionen Euro für die Zukunft der Jugendbegegnungsstätte ausgeben. Mit der Investition setzt die Diözese ein klares Zeichen für die seelsorgerische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
„Die Bedeutung von Häusern wie dem Karlsheim ist in den vergangenen Jahren gestiegen“, erklärte Diözesanjugendpfarrer Joachim Braun. Seiner Auffassung nach ist klassische Jugendarbeit (Gruppenstunden, Ausflüge etc.) in vielen Kirchengemeinden kaum mehr möglich, da die schulischen Anforderungen an Kinder und Jugendliche gestiegen ist (Stichwort G8). Vielen Mädchen und Jungen fehle damit auch ein Ort, an dem soziales Lernen eingeübt und ausprobiert werden kann. Ein solcher Ort soll das sanierte Haus werden. „Wir wollen alles daran setzen, dass sich unsere Gäste hier auch künftig wohlfühlen und den christlichen Charakter des Hauses spüren“, sagte Johannes Schmitt, Leiter der Jugendbegegnungsstätte. „Wir machen das Haus zukunftsfähig“, erklärte Wolfgang Böhm, zuständiger Abteilungsleiter im Dezernat Kinder, Jugend und Familie im Bischöflichen Ordinariat Limburg. Zurzeit verbinden mehr als 140 Treppenstufen die verschiedenen Hauseinheiten. Nach der Sanierung soll ein Aufzug drei Hausteile miteinander barrierefrei erschließen. „Die Barrierefreiheit ist wegen der enormen Hanglage vor Ort eine große Herausforderung bei unseren Planungen gewesen“, erklärte der beauftragte Architekt Konstantin Hartenstein (Daubach). Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Generalsanierung war das Thema Bewahrung der Schöpfung. „Wir legen Wert darauf, dass hier nachhaltig saniert wird“, sagte Finanzdirektor Hans-Peter Althausen. Durch entsprechende Wärmedämmung, Wasser sparende Sanitäranlagen und eine Kohlenstoffdioxid-neutrale Holzpellet-Heizung sollen die Umweltschutzziele des Bistums auch in Kirchähr verwirklicht werden. Die Kapazität der Betten verringert sich von 125 auf 100 Betten. „Wir gleichen die Gästezimmer an den bundesweit üblichen Standart der Jugendherbergen an“, sagte Wolfgang Böhm. Außerdem wird ein neuer Küchenbereich entstehen, der Speisesaal wird erweitert und ein großer Tagungsraum ausgebaut. Trotz allen baulichen Änderungen soll „Kirchähr, Kirchähr bleiben“. Johannes Schmitt betonte: „Ganze Generationen haben religiöse Wurzeln in unserem Haus“. Deshalb soll das Karlsheim auch künftig ein Ort sein, an dem Glauben erlebbar wird. Mehr als 21 Firmen arbeiten an der Generalsanierung der Jugendbegegnungsstätte mit. „Wir haben darauf geachtet, regionale Unternehmen für unser Projekt ins Boot zu holen“, sagte Hans-Peter Althausen. Die Arbeiten haben vor zwei Wochen begonnen und werden bis Ende August dauern. Am 1. September will das Karlsheim dann wieder Gäste willkommen heißen. Mehr zur Generalsanierung sehen Sie im Video.
Generalsanierung des Karlsheims beginnt 07.09.2009
KIRCHÄHR / LIMBURG. Die Generalsanierung des Karlsheims in Kirchähr (Westerwald) beginnt. Wie die Pressestelle der Diözese am Montag (7. September) mitteilte, ist die Jugendbegegnungsstätte nun für ein Jahr geschlossen. Im September 2010 soll das Haus dann wieder für Gruppen und Gäste offenstehen. Vor dem offiziellen Baubeginn nutzten viele Mitarbeiter des Hauses die Gelegenheit, sich bei einer Andacht und einer Feierstunde am Sonntag (6. September) vom bisherigen Gebäude zu verabschieden. In den kommenden Wochen und Monaten werden sie in anderen Einrichtungen der Diözese tätig sein. Trotz der Vorfreude auf das modernisierte Haus war – wie bei jedem Abschied – auch Wehmut zu spüren. „Es war ein bewegender Moment als die Glocke im Innenhof abgehängt wurde“, erklärt Johannes Schmitt, Leiter des Karlsheims. Mehr als 50 Jahre hat diese Glocke die Gäste zum Essen gerufen. In den kommenden Wochen bereitet sich das Karlsheim auf die Arbeiten vor: Kisten werden gepackt und das Inventar wird eingelagert. Mitte Oktober soll die Generalsanierung dann beginnen. Hintergrund: Das Bistum Limburg wird in den kommenden Jahren mehr als neun Millionen Euro für die Zukunftssicherung von Familien- und Jugendbildungshäusern ausgeben. „Mit diesen Investitionen setzen wir Prioritäten und ein klares Signal: Wir müssen uns als Kirche für Kinder, Jugendliche und Familien in besonderer Weise engagieren“, betont Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst. Die Bedeutung von Tagungshäusern wird nach Auffassung des Bischofs steigen, da viele Erfahrungen vor Ort nicht mehr möglich sind. Grund dafür: Viele Kinder wachsen ohne Geschwister auf, die Gruppenarbeit mit Jugendlichen in den Pfarreien wird durch veränderte Rahmenbedingungen in den Schulen (Stichwort „G8“ und Ausbau von Ganztagsangeboten) schwieriger, und für den Austausch mit anderen Eltern oder das Erleben von Großeltern bleibt im Arbeitsalltag wenig Raum. Auf diese Herausforderungen können die kirchlichen Tagungshäuser nach Angaben des Bistums „eine Antwort geben und das Bistum Limburg will dies auch tun“. BAUBEGINN
Wir betreuen unsere Gäste noch bis zum 06. September 2009 im vertrauten Rahmen und werden am Nachmittag des 06.09. mit einem Gottesdienst im Hause mit unserem Diözesanjugendpfarrer Joachim Braun uns vom "bisherigen" Kirchähr feierlich verabschieden. Ab dem 07.09.2009 sind wir für Gäste geschlossen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden dann einen Großteil des Hauses räumen und für den Umbau vorbereiten. Erste Arbeiten im Außenbereich ( Baustelleneinrichtung, Verlegung der Straße "Am Jugendheim" , Umlegung von Versorgungsleitungen und Neuanlage eines Parkplatzbereiches auf der Wiese unterhalb des ehemaligen Backhauses ) sind schon im September vorgesehen. Ab Anfang Oktober werden wir dann mit dem Abriß des Küchenhauses und den Umgestaltungsmaßnahmen im Haus beginnen können. Während der Generalsanierung werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im übrigen weiterbeschäftigt bleiben: das Team wird in der gesamten Bauphase zum Teil die Bauarbeiten unterstützen, zum Teil aber auch in anderen Einrichtungen im Bistums wie im Priesterseminar, im Hildegardishof Waldernbach und in Arnstein eingesetzt werden. Einige Mitarbeiterinnen befinden sich dann in der Arbeitsphase der Altersteilzeit und werden für einen Teil der Bauzeit die Freistellungsphase zeitlich vorziehen können.
Wir hoffen zuversichtlich, zum 01.09.2010 das Karlsheim in neuem Glanz wiedereröffnen zu können, und freuen uns darauf, ab dann wieder für unsere Gäste in der gewohnten Art Gastgeber sein zu dürfen.
Bistum investiert Millionen für Kinder und Familien Pläne für 2009: Grundsanierung des Karlsheims (Kirchähr) LIMBURG / KIRCHÄHR. Das Bistum Limburg wird in den kommenden Jahren mehr als neun Millionen Euro für die Zukunftssicherung von Familien- und Jugendbildungshäusern ausgeben. „Mit diesen Investitionen setzen wir Prioritäten und ein klares Signal: Wir müssen uns als Kirche für Kinder, Jugendliche und Familien in besonderer Weise engagieren“, betont Bischof Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst (Limburg). Bereits Anfang September 2009 wird die Generalsanierung (Kosten etwa 3,6 Millionen Euro) des Karlsheims in Kirchähr (Westerwald) starten: „Wir freuen uns, dass die Arbeiten hier in Kirchähr beginnen und sind glücklich darüber, dass wir nach der Sanierung noch besser auf die Bedürfnisse unserer Gäste, besonders unserer Gäste mit Behinderungen eingehen können“, erklärt Johannes Schmitt, Leiter des Karlsheims. Zur Zeit verbinden mehr als 140 Treppenstufen die verschiedenen Hauseinheiten. Nach der Sanierung soll ein Aufzug drei Hausteile miteinander barrierefrei erschließen. Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Sanierung ist die Energie- und Heizungsanlage der Bildungsstätte. Da sich im Bistum Limburg seit einigen Jahren erfolgreich ein Umweltmanagement etabliert, wird auch bei der Generalsanierung auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit geachtet. Zudem werden die Gästezimmer an den bundesweit üblichen Standard der Jugendherbergen angeglichen. Bei allen Sanierungsarbeiten soll „Kirchähr allerdings Kirchähr bleiben“, wie Einrichtungsleiter Schmitt betont. „Ganze Generationen haben religiöse Wurzeln in unserem Haus“, berichtet Schmitt. Deshalb soll das Karlsheim auch künftig ein Ort sein, an dem Glauben erlebbar wird. „Tagungshäuser sind zunehmend wichtige Orte der Seelsorge, weil viele Erfahrungen vor Ort nicht mehr möglich sind“, erklärt auch Dr. Hildegard Wustmans, Dezernentin für Kinder, Jugend und Familie des Bistums Limburg. Grund dafür: Viele Kinder wachsen ohne Geschwister auf, die Gruppenarbeit mit Jugendlichen in den Pfarreien wird durch veränderte Rahmenbedingungen in den Schulen (Stichwort „G8“ und Ausbau von Ganztagsangeboten) immer schwieriger, und für den Austausch mit anderen Eltern oder das Erleben von Großeltern bleibt im Arbeitsalltag wenig Raum. Auf diese Herausforderungen können die kirchlichen Tagungshäuser nach Angaben der Dezernentin „eine Antwort geben und das Bistum Limburg will dies auch tun“. Bischof Dr. Tebartz-van Elst und die Dezernentin Dr. Hildegard Wustmans erklären im Video die "Zukunftsperspektive Bildungshäuser".
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